Traumzeit 2017: Tom Odell und Amanda Palmer, Milky Chance & Edward Ka-Spel kommen

Das Programm des Traumzeit-Festivals im Landschaftspark Duisburg-Nord gewinnt weiter an Gestalt. Tom Odell, Amanda Palmer & Edward Ka-Spel, Von Wegen Lisbeth und The Slow Show werden vom 16. – 18. Juni im Schatten der stillgelegten Hochöfen spielen. Nach einer kurzen kreativen Auszeit hat der Songwriter und Pianist Tom Odell mit „Wrong Crowd“ ein neues Album vorgelegt. Wie bei seinem sensationell erfolgreichen Debut, der mit dem BRIT AWARD Kritikerpreis ausgezeichnete CD „Long Way Down“, erweist er sich wieder als ausdrucksstarker Musiker und Sänger. Er findet die passenden Worte und Töne für die ganz großen Gefühle und Leidenschaften. Doch seine Musik ist rhythmisierter, energetischer und vielfältiger geworden. Erzählt wird die Geschichte eines Mannes, der in seiner Jugend verfangen bleibt, sich nach ihrer Unschuld sehnt. Der Cineast Odell macht aus dieser Geschichte einen „Hörfilm“ der bestens in die Industriekulisse des Landschaftsparks passt. Mit Amanda Parker und Edward Ka-Spel haben sich zwei äußerst unabhängige musikalische Geister für eine gemeinsame Tour zusammengefunden. Ka-Spel, langjähriger Sänger und Songschreiber der Experimental-Band „The Legendary Pink Dots“, hat mit seiner Band rund 40 Platten aufgenommen und zahllose weitere als Produzent und Musiker beeinflusst. Sein Spektrum reicht vom Psychedelic Rock über elektronischen Krach und Folk bis hin zur herzzerreißenden Ballade. Als Frontfrau der „Dresden Dolls“ wurde die Sängerin, Lyrikerin und Produzentin Amanda Palmer bekannt. Die CD „I Can Spin a Rainbow“, die sie mit Edward Ka-Spel aufgenommen hat, erscheint im Mai. Gemeinsam mit dem Geiger Patrick Q. Wright wollen die beiden in Duisburg Songs dieser Platte sowie auch ältere Songs spielen. „Es wird magisch werden“, verspricht Amanda Palmer.

Milky Chance im Schatten der Hochöfen

Mit „Milky Chance“, dem Schöpfern des Welthits „Stolen Dance“, steht ein weiterer Headliner fest. Gerade ist ihre zweite CD „Blossom“ erschienen und es folgen noch ausgedehnte Tourneen durch die USA und Australien bevor sie im Schatten der Hochöfen spielen. Über 300 Millionen Mal wurde „Stolen Dance“, die Single ihres Debüt-Albums „Sadnecessary“, bislang auf Youtube angeklickt. Damit ist klar, dass die Echo-Gewinner nicht nur in Deutschland eine Größe sind, sondern u.a. auch in Frankreich, Kanada, USA und Australien. Der Grund für den kometenhaften internationalen Aufstieg liegt zu einem großen Teil an der etwas rauen und warmen Stimme von Clemens Rehbein. Zusammen mit Philipp Dausch hat Rehbein einen Sound entwickelt, der unglaublich souverän und so international klingt, dass nicht nur der US-Late-Night-Talker Conan O’Brien sich wunderte: „Ihr seid aus Deutschland?“

Auch „Von Wegen Lisbeth“ und „The Slow Show“ haben zugesagt

Auch die Bands „Von wegen Lisbeth“ und „The Slow Show“ gehören zu den zentralen Elementen des Traumzeit-Programms. Eine Vorliebe für griffige deutsche Texte zwischen unbekümmerter Leichtigkeit und Großstadtmelancholie eint die fünf jungen Berliner, die unter dem Namen „Von Wegen Lisbeth“ gerade Furore machen. Offen sind sie für allerlei musikalische Einflüsse und auch ihr Soundhorizont übersteigt die übliche Gitarre-Bass-Schlagzeug-Kombination. Mal kommen eine Steeldrum oder eine elektrische Harfe zum Einsatz, mal klingt die Band ziemlich akustisch. Vergleichsweise ruhig und bedächtig entwickelt dagegen „The Slow Show“ aus Manchester ihre Songs voller Schmerz und Melancholie. Ihre Konzerte sind keine rauschenden Partys, sondern Angebote zum konzentrierten Hören. Dafür steht schon der sonore Bariton Rob Goodwin. „Gewaltig, episch und zutiefst berührend. Ihre Musik geht ohne Umwege direkt ins Herz“, kommentierte das Schweizer Musikmagazin Bäckstage. Einen bittersüßen Beigeschmack mag für manch einen der Auftritt der „Kilians“ haben. Vor etwa einem Dutzend Jahren begann der Aufstieg von einer Dinslakener Schülerband zu einem angesagten deutschen Act. Jetzt lösen sie sich endgültig auf und spielen bei der Traumzeit ihr Abschlusskonzert.

Line Up

Insgesamt rund 40 Bands werden vom 16. – 18. Juni im Landschaftspark Duisburg-Nord auf vier Bühnen ein Programm aus kreativem Pop, Indie, Singer/Songwriter, Elektro, Neo-Folk und mehr spielen.